E-Commerce SEO: Das sollten Sie beachten!

 

ecommerce

e-Commerce-Webseiten müssen sich anderen Herausforderungen stellen, als beispielsweise Blogs oder Corporate Websites. Eine hohe Anzahl an Produkten, damit einhergehend viele Bilder, und eine teils unübersichtliche interne Linkstruktur setzen eine exakt abgestimmte SEO-Strategie voraus. Hier erfahren Sie, was wichtig ist und worauf Sie achten sollten, um e-Commerce SEO erfolgreich zu betreiben.

 

Onpage-Optimierung im e-Commerce SEO

Im e-Commerce SEO sind Onpage-Optimierungen besonders wichtig. Die große Produktanzahl von e-Commerce-Webseiten geht mit der Gefahr einher, viel Duplicate Content zu erzeugen, zusätzlich kann die Menge an Seiten (Produkt-, Kategorie-, Filter-, Aktionsseiten usw.) unüberschaubar werden und schwierig zu händeln sein. Mit einer durchdachten und auf Langfristigkeit ausgelegten Onpage-Strategie jedoch, werden Sie diese Klippen des eCommerce SEO umschiffen können.

 

Besonders wichtig im e-Commerce SEO: Bilder optimieren

e-Commerce-Webseiten verfügen über eine besonders große Anzahl an Bildern. Pro Produkt kommen schnell vier oder mehr Bilder zusammen, was bei einer recht überschaubaren Produktauswahl von 4 000 Produkten bereits 16 000 einzelne Produktbilder ergibt. Hinzu kommen Bilder auf Landingpages, der Startseite, im Header usw. Nicht auszudenken, wie es Ihr Ranking negativ beeinflussen könnte, würden Sie keines dieser Bilder optimieren!

 

ecommerce seo beispiel tags für bilder

Nicht nur im e-Commerce SEO beginnt die Optimierung bereits beim Hochladen der Bilder: Entscheiden Sie sich für ein Dateiformat, idealer Weise .jpg oder .png, und behalten es bei. Für die Bildgröße gibt es eine Faustregel, die besagt: mindestens 320 Pixel, maximal jedoch 1280 Pixel pro Kante sind ideal. Falls Bilder besonders groß sind, sollten Sie sie komprimieren, um damit die Ladezeit zu verkürzen, was nicht nur die User Experience verbessert, sondern auch ein positives Signal für das Ranking des Bildes ist. Gehören Bilder zu einander, z.B., weil sie das selbe Produkt von verschiedenen Seiten zeigen, können Sie die Bilder in den Dateinamen entsprechend nummerieren. Apropros Dateinamen: diese sollten einige passende Keywords enthalten, ohne Keyword-Stuffing zu betreiben, um dem Webcrawler von Google und anderen Suchmaschinen anzuzeigen, für welche Keywords die Bilder relevant sind. Verwenden Sie mehrere Begriffe in Ihrem Dateinamen, die Sie inhaltlich trennen möchten, verwenden Sie lieber einfache Trennstriche (also – ) statt Unterstriche (also _ ).

Der Title Tag und Image Alt Tag sind ebenfalls wichtig für Ihr Ranking: Während der Title Tag vor allem den Webcrawlern Auskunft gibt, was Ihr Bild zeigt, wird das Image Alt Tag dann angezeigt, wenn das Bild (noch) nicht sichtbar ist, z.B. aufgrund längerer Ladezeit, langsamer Internetverbindung oder Fehlern. Damit informiert das Image Alt Tag den Nutzer darüber, was zu sehen sein wird oder zu sehen wäre. Außerdem lesen Screenreader sehgeschädigten Personen die Image Alt Tags vor, um Webseiten auch für sie verfügbar zu machen.

 

Tags und Sperrung für die Indexierung im e-Commerce SEO

Der Title Tag ist wohl am Wichtigsten für ein gutes Ranking Ihrer einzelnen Produktseiten, denn er legt fest, wofür sie relevant ist. Dementsprechend sollte der Title Tag jeder Seite unique, also einzigartig, sein – mehrfach identisch vorhandene Title Tags sollten Sie hingegen vermeiden. Als optimale Struktur für Title Tags im e-Commerce SEO gilt das “Brand-Model”-Schema: zuerst Markenname, dann Modell/ Modellnummer im Titel. Anschließend können weitere wichtige Informationen wie Farbe, Größe und Ausstattung folgen. Achten Sie jedoch darauf, Ihre Title Tags nicht zu voll zu stopfen – erst Recht nicht mit Keywords, denn Keyword Stuffing erkennt Google auch in Title Tags.

Es kann im e-Commerce SEO durchaus sinnvoll sein, einige Seiten für die Indexierung durch Suchmaschinen zu sperren: Seiten, die durch die Anwendung von Filtern zustande gekommen sind, Seiten ohne unique Content und vor allem Seiten, die viel Duplicate Content liefern. Die Sperrung für die Indexierung kann durch eine Datei namens robots.txt erfolgen, in die Sie das “disallow”-Attribut und die Pfade der zu sperrenden Seiten einfügen. Alternativ können Sie im Header der Seite das Robots-Tag mit dem Content “noindex” einfügen. Der HTML-Tag sieht dann folgender Maßen aus:

<meta name=”robots” content=”noindex”>

 

ecommerce seo beispiel robots-Datei mit disallow

Doch nicht jede kritische Seite muss im e-Commerce SEO gleich gesperrt werden. Nehmen wir beispielsweise an, ein Produkt kommt in verschiedenen Kategorien vor, wodurch mehrere Kategorie-Seiten mit dem gleichen Content, nämlich dem gleichen Produkt, bestehen. Sie müssen nicht alle identischen Seiten für die Indexierung sperren! Mit Hilfe des Canonical-Tags können Sie den Webcrawlern der Suchmaschinen mitteilen, welche Seite die Originale ist und welche lediglich Kopien sind. So minimieren Sie das Risiko, Ihre Rankings durch Duplicate Content negativ zu beeinflussen.

 

e-Commerce SEO ohne Content ist unmöglich

Wie oben bereits mehrfach erwähnt, ist der Content das wohl Wichtigste für Ihre gelungene e-Commerce SEO Strategie. Daher sollten Sie den Content auch entsprechend gewichten: Zählen Sie, wie viele Wörter eine Blanko-Produktseite hat (also in der Navigation, im Header und Footer, in der Sidebar usw.) – diese Anzahl sollten Sie mit der Menge des unique Content auf jeder Produktseite übertreffen. Das bedeutet: Bestenfalls verfassen Sie für jedes Produkt eine eigene Produktbeschreibung, die keine andere e-Commerce-Webseite besitzt. Dass dies bei einer hohen vier- oder gar fünfstelligen Produktauswahl nicht möglich ist, ist verständlich. Doch auch dann sollten Sie überdenken, die Produktbeschreibung des Herstellers schlicht zu übernehmen. Denn diese wird an alle Online-Shops ausgegeben, die das Produkt verkaufen – das Gegenteil von “unique Content”. Ist es zu aufwendig oder kostet es zu viele Ressourcen, selbst Produktbeschreibungen zu verfassen, kopieren Sie immerhin nicht die vollständige Produktbeschreibung des Herstellers.

Den Content sollten Sie unbedingt mit Hilfe von Überschriften strukturieren: Die H1-Überschrift ist der Titel, dann folgt H2, H3 usw. Eine so erschaffene Hierarchisierung hilft nicht nur dem Webcrawler, sondern auch dem Nutzer.

 

Eine sinnvolle interne Linkstruktur ist im e-Commerce SEO verkaufsfördernd!

Jede Webseite benötigt ein stabiles Grundgerüst. Diese interne Linkstruktur ist im e-Commerce-Bereich von besonderer Bedeutung, denn sie verführen den Kunden dazu, sich weitere Produkte anzusehen und bestenfalls zu kaufen. Üblich sind beispielsweise interne Links zu ähnlichen oder kompatiblen Produkten (z.B. zum passenden Kabel für den Monitor), verwandten Kategorien, Produkten des gleichen Herstellers, Zubehör und Ersatzteilen und Produkten, die andere Kunden kauften.

ecommerce seo beispiel interne verlinkung ähnliche produkte

Zur internen Linkstruktur gehören auch Breadcrumbs, die anzeigen, wo sich ein Nutzer gerade befindet. Sie dienen der Orientierung und ermöglichen, sofern klickbar, auch ein zügiges Navigieren zurück zur übergeordneten Kategorie. Mit etwas Erfahrung im e-Commerce SEO wissen Sie: Breadcrumbs sind wieder eine Gelegenheit, Keywords zu nutzen.

ecommerce seo beispiel breadcrumb

Eine gut ausgebaute interne Linkstruktur ist aus SEO-Sicht wichtig, da so schwächere Seiten gestärkt werden können. Ein Link von einer starken auf eine Seite mit weniger Besuchern, stärkt diese. Eine solche Weitergabe von Linkjuice über die interne Linkstruktur ermöglicht eine gute Verteilung der Besucher.

 

PageSpeed und Ladezeit verbessern

Kein Kunde möchte lange darauf warten, dass eine Seite geladen wird – im Zweifelsfall wechselt er lieber zu einem anderen Online-Shop, wenn es ihm zu lange dauert. Daher sollten Sie unbedingt auf eine möglichst geringe Ladezeit achten. Diese können Sie reduzieren, indem Sie Bilder komprimieren, die Dateigrößen der Bilder schon vor dem Hochladen verringern, nur so viele Bilder wie nötig hochladen und den Quellcode Ihrer Seite daraufhin überprüfen, ob nicht nutzlose Elemente entfernt werden können.

Der PageSpeed ist nicht gleichzusetzen mit der Ladezeit, sondern ist eine von Google festgelegte Spezifikation. Den PageSpeed Ihrer Seite können Sie hier überprüfen und sich Optimierungsvorschläge anzeigen lassen, die den PageSpeed-Wert verbessern. Alternativ gibt es für viele Browser auch offizielle PageSpeed-Erweiterungen zum kostenlosen Download. Vorteil der PageSpeed-Erweiterung für den Browser: Hier erkennt das Tool automatisch, ob bei Bildern Optimierungsbedarf vorliegt, und generiert lokal eine optimierte Version. Diese müssen Sie anschließend nur speichern und hochladen. Ein guter PageSpeed-Wert ist ein positiver Rankingfaktor.

 

Sprechende URLs

Nicht nur die interne, sondern auch die externe Linkstruktur sind für e-Commerce SEO wichtig. Sprechende URLs, also solche, die “lesbar” sind und aus denen sowohl Nutzer als auch Webcrawler Informationen über das Ziel des Links entnehmen können, sind wesentlich besser, als URLs mit Parametern und Nummern. Zusätzlich können Sie hier wiederum Keywords unterbringen.

ecommerce seo beispiel sprechende url

 

Was tun mit nicht verfügbaren Artikeln?

Auch Produktseiten sind nicht unbegrenzt haltbar. Artikel werden nicht mehr hergestellt oder aus dem Sortiment genommen, weil sie veraltet sind, es bessere Versionen gibt, die Produktrezensionen durchgängig schlecht waren, es Beschwerden gab oder sie qualitativ nicht überzeugten. Doch was tun mit den “toten” Produktseiten?

Je nachdem, welche Situation vorliegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit “toten” Produktseiten umzugehen:
1. Eine 301-Weiterleitung leitet auf die neue Produkt-Version, die Kategorie oder die interne Suche nach dem entsprechenden Produkt weiter (sinnvoll, wenn Sie z.B. die neue Version des Produktes anbieten oder ähnliche Produkte auf Lager haben)
2. Sowohl Content als auch die URL werden gelöscht (nicht sinnvoll, wenn die URL als Backlink zu Ihnen im Umlauf ist – dies sollten Sie vor einer Löschung überprüfen)
3. Die URL weiterverwenden
4. Die Produktseite bestehen lassen, weil der Link zu ihr verbreitet ist oder noch viele Nutzer nach diesem Produkt suchen (in diesem Fall sollten Sie gut sichtbar auf ähnliche Produkte verlinken)

 

Vereinfachen Sie das Erstellen von Rezensionen

Produktrezensionen sind ein deutliches Vertrauenssignal an den Kunden und helfen ihm, sich für ein Produkt zu entscheiden. Daher sollten Sie es Nutzern so einfach wie möglich machen, eine Rezension zu hinterlassen. Ein sinnvolles Bewertungssystem (z.B. die klassische Skala von einem bis fünf Sternen) sowie die Möglichkeit, selbst einen Kommentar zu hinterlassen, sind dabei Pflicht. Ein gutes Beispiel liefert Amazon: Dort ist es nicht nur sehr einfach, den Link zum Erstellen einer eigenen Rezension zu finden, weil dieser sich auf jeder Produktseite befindet, sondern werden Käufer auch per Newsletter daran erinnert, doch bitte ihren Kauf zu rezensieren.

ecommerce seo beispiel bewertungen

 

Offpage-Maßnahmen und SEA im e-Commerce SEO

Ihre e-Commerce-Webseite ist Ihr Aushängeschild und Ihr persönliches Schachfeld, auf dem Sie allein die Züge bestimmen. Doch auch außerhalb Ihres Terrains sollten Sie wachsam sein!

Google Shopping ist ein Paradebeispiel dafür, wie Sie außerhalb Ihrer eigenen e-Commerce SEO Strategie zusätzlich Ihre Verkäufe steigern können. Bei Google Shopping melden Sie sich an, senden Ihre Produkte als Liste ein und bezahlen pro Klick auf die Anzeige. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie die Produktliste aktuell halten, sowohl was Verfügbarkeit als auch Preis und Beschreibung angeht.

Neben Google Shopping sind bezahlte Suchergebnisse, also AdWords-Anzeigen, ein bekanntes wie beliebtes Mittel, um die Verkäufe anzukurbeln. Auch hier wird pro Klick bezahlt und Sie können wählen, auf welches Keyword Sie mit Ihrer Anzeige ranken möchten.

Fernab von bezahlten Suchergebnissen bleibt schließlich das klassische Linkbuilding, welches im e-Commerce SEO genauso aussieht wie für jede andere Art von Webseite. Ein natürliches Linkprofil mit verschiedenen Linkarten, vertrauenswürdigen und hochwertigen Linkquellen und einer ausgeglichenen Ankertext-Variation, welches bezüglich Menge und Zeitraum kontinuierlich aufgebaut wird, ist auch im e-Commerce SEO das A und O.

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